Sumira Salim, Schülerin der 8bcw, erhielt am 28.05.2026 im Rahmen eines Festaktes den C3-Award für ihre Abschließende Arbeit (ABA) „Bacha Posh – ‚als Junge gekleidet‘: gesellschaftlich erzwungene Transidentitäten in Afghanistan. Entstehung und Auswirkung auf das Leben der Betroffenen in einer patriarchalen Gesellschaft“.
In Sumiras ABA geht es um die in Afghanistan übliche Praxis, Mädchen als Jungen zu kleiden und zu sozialisieren, wenn es in einer Familie keinen männlichen Nachfolger gibt. Diese durch die Familie oktroyierte Genderidentität bietet den betroffenen Mädchen zwar viele Freiheiten, ist aber letztlich patriarchalen Gesellschaftsstrukturen geschuldet, nicht selbst gewählt und muss nach der Kindheit bzw. Jugend wieder abgelegt werden. Die psychischen Folgen sind mitunter verheerend.
Der C3-Award prämiert Abschließende Arbeiten und Diplomarbeiten, die sich mit Fragen der sozialen Gerechtigkeit und Entwicklungspolitik beschäftigen. Unter 154 Einreichungen wurde Sumiras Arbeit zunächst in die Shortlist aufgenommen und nominiert. Nachdem Dana Pour Ramazan, MSc,Psychologin und Vorstandsmitglied der Frauen*solidarität, das Projekt in einer Laudatio präsentiert und geehrt hatte, wurde Sumira von der Nationalratsabgeordneten Mag.a Ines Holzegger, MSc, überreicht.
Wir gratulieren Sumira Salim zu ihrem Engagement und dieser großartigen Leistung!
Fotoquelle: Mag.a Maida Jenciragic; Hagar El Gazar

